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Die Krankheit Borreliose verläuft in drei Stadien. Diese können durch die Spezifität von Banden im Borrelien-Blot aber auch durch typische Symptome (s.u.) bestimmt werden.

Stadium I - (Tage - Wochen nach dem Stich)

Lokale Infektion der Haut

Symptome:
Grippeähnliche Beschwerden, Fieber, Muskelschmerzen , Kopf- und Gelenkschmerzen, häufige Müdigkeit und Abgeschlagenheit.
Auch die handtellergroße Hautrötung (Erythema migrans) ist zwar ein sicheres Anzeichen, jedoch bleibt diese in 50% der Fälle aus. Das Ausbleiben entsteht durch die Streuung des Erregers, wenn die Zecke beim Stechen ein Blut- oder Lymphgefäß trifft. Dabei sind mit Symptomen des 2. Stadiums innerhalb kürzerer Zeit zu rechnen.

Antikörper gegen Borrelien sind in ca. den ersten 4 - 8 Wochen noch nicht nachweisbar. Wird hier eine Blutuntersuchung von ärztlicher Seite zur Antikörperbestimmung angeordnet und ist diese dann negativ, wird ein falsches Ergebnis abgeleitet.


Stadium II - (Wochen - Monate nach dem Stich)

Erreger wird gestreut

Symptome:
Abgeschlagenheit, Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen und bisweilen auch eine deutliche Gewichtsabnahme, manchmal Haarausfall, oft unerträgliche Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und Schwindelattacken, auch charakteristisch sind extreme Schweißausbrüche

Befall der Organe, Ausbreitung auf das Lymphsystem, Herzbeschwerden, Herzrasen, Milz, Lunge und Niere möglicherweise betroffen, neurologische Beschwerden, möglicherweise Augen (Sehverschlechterungen), Innenohrbeschwerden, Tinnitus, motorische Ausfälle (Lähmungen), erste Gelenkentzündungen, imitierter Bandscheibenvorfall (Schmerzmittel und nicht-steroidale Antiphlogistika wie Diclofenac ("Voltaren") helfen fast nicht), Muskelschmerzen (der Erreger kapselt sich im Muskel- und/oder Nervengewebe ab), sensorische Störungen ("Ameisenlaufen", Temperatursensationen mit Hitze- oder Kältegefühl)

Bei einer Blutuntersuchung, sind erhöhte IgM- und/oder IgG-Antikörpertiter zu finden. Bei 20% der Fälle lassen sich nun auch Antikörper im Nervenwasser finden.


Stadium III - (Monate - Jahre nach dem Stich)

Erreger setzt sich fest

Symptome:
Arthritis (Gelenkentzündung), Herzbeteiligung, schlaganfallähnliche Symptomatik mit Lähmungen, Sehverschlechterung, Hautveränderungen (Acrodrematitis atrophicans Herxheimer), möglicher Befall des Nervensystem (progressive Encephalomyelitis) und damit verbundene spastische Lähmungserscheinungen, Koordinationsstörungen beim Bewegungsablauf, Blasenstörungen, psychische Veränderungen (gereizt bis depressiv), Wesensveränderungen bis hin zu Psychosen, Verwechselung mit einer multiplen Sklerose (MS), oder Fibromyalgie

Die Vielfalt der Symptome macht eine Zusammenarbeit zwischen Rheumatologen, Dermatologen und Neurologen notwendig.

Die klinische Symptomatik, als auch der Antikörpertiter (nur noch der IgG Titer erhöht) diagnostizieren eine Borreliose.


 


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